Monika Schumacher

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SYLVIA VRETHAMMAR * The Girl From Uddevalla *

VÖ 24.03.2017 (CHAOS)

 

Sylvia Vrethammar * vocals
Frank Chastenier * piano, keys
Magnus Lindgren * flute, sax
Rüdiger Baldauf * trumpet, flügelhorn
Bruno Müller * guitar
Christian von Kaphengst * bass
Thomas Heinz * drums
Alfonso Garrido * percussion

 

www.sylvia-vrethammar.de

 

01 Só danço Samba (3:34) 02 That’s the Way oft he World (4:28) 03 Moonlight (3:16) 04 The World is Calling (4:06) 05 Samba for Vinicius (2:52) 06 The Copaflat (3:38) 07 My Açucena (4:00) 08 The Samba in Me (4:04) 09 Outra vez (3:37) 10 Time to say Hello (4:14) 11 Eu sei que vou te amar (3:27) 12 The Girl from Ipanema (4:19)

 

Wenn eine Sängerin ihr Album und sich selbst als „The Girl from Uddevalla“ bezeichnet, dann ist dies mehr als der Hinweis auf ihren schwedischen Geburtsort. Dahinter verbirgt sich – unausgesprochen und doch präsent – ein weiterer zweiter Ort, eine Art Sehnsuchtsort. „The Girl from…“: Diese drei Worte reichen uns, um wie aus der Pistole geschossen das vierte zu ergänzen, „Ipanema“ – jenen mit Träumen und Phantasien behafteten Stadtteil und gleichnamigen Strand Rio de Janeiros.

 

Seit mehr als vier Jahrzehnten ist Sylvia Vrethammar auf den Bühnen dieser Welt erfolgreich unterwegs. Sie lebt in Deutschland und in Schweden, doch zuhause fühlen kann der Gesang-Star aus Schweden sich auf der ganzen Welt – Musik ist ihr Leben! Und eine besondere musikalische Herzensheimat ist Brasilien für sie.

 

Die junge Sylvia Vrethammar begeistert sich schon in jungen Jahren für die Musik eines Antonio Carlos Jobim, eines João Gilberto und Luiz Bonfá und für die melancholische Poesie eines Vinícius de Moraes. Der 1964 veröffentlichte Jobim/de Moraes-Song „The Girl from Ipanema“ mit Astrud Gilberto und Stan Getz wird zu einem Welt-Hit. Es verwundert kaum, dass „The Girl from Ipanema“ auch im Repertoire des „Girl from Uddevalla“ auftaucht. Hinter jenem „Girl from Ipanema“ verbarg sich übrigens keine Phantasiegestalt, ihr bürgerlicher Name ist Helo Pinheiro – geboren wenige Tage vor Sylvia Vrethammar.

„Dieses Lied war ein absolutes „Muss“ für mich auf diesem Album. Nach all den Jahren, die ich dieses Lied auf der Bühne gesungen habe, war es einfach an der Zeit, eine ganz persönliche Version dieses Kultsongs aufzunehmen.“, so Sylvia selbst.
Die Sängerin aus Uddevalla lernt schon früh jenen Sehnsuchtsort Ipanema kennen. 1970 reist sie als Vertreterin Schwedens zum Festival Internacional da Canção nach Rio de Janeiro. Kurz darauf tritt Vrethammar mit der brasilianischen Samba-Formation Trio Pandeiros de Ouro in Skandinavien auf und gilt dort von nun an als „Queen of Samba“. 1985 nimmt sie das Album Rio de Janeiro Blue ebendort auf, u.a. mit dem Akkordeonisten Sivuca, dem Gitarristen Ricardo Silveira und Schlagzeuger Paolo Braga. Ebenfalls beteiligt ist der Mundharmonika-Virtuose Toots Thielemans, einer der passioniertesten Freunde brasilianischer Musik. Auch als der Bossa Nova-Boom längst abgeklungen ist, pflegt Vrethammar diese musikalische Liebesbeziehung weiter, die eben nicht eine kurze Affäre sein sollte, sondern bis heute andauert.

Mit dem aktuellen Album The Girl From Uddevalla präsentiert sie ihre ganz persönliche Hommage an dieses südamerikanische Land und seine Musik.

 

Sylvia Vrethammar zeigt einmal mehr die ganze Klasse und Bandbreite ihres musikalischen Könnens – als Sängerin und Interpretin sowieso…! Doch auch als Textautorin kann die Künstlerin hier brillieren.

Samba und Bossa Nova gehören genauso zu ihrem Profil wie Pop, Schlager, Easy Listening und Jazz. Für The Girl from Uddevalla haben sie und ihr Produzent und Ehemann Alex Gietz eine Riege von Weltklassemusiker im Studio versammelt, die sich auf diesen Cocktail verstehen: Frank Chastenier (p, org), Magnus Lindgren (ww), Rüdiger Baldauf (tp, flh), Bruno Müller (g), Christian von Kaphengst (b), Thomas Heinz (dr) und Alfonso Garrido (pc).
Sie alle sind hochversierte Studio-und Live-Musiker, die mit allen Jazz-Wassern gewaschen, aber vollkommen frei von jedwedem Jazz-Snobismus sind.
In ihrem Landsmann Magnus Lindgren hat Sylvia Vrethammar nicht nur einen exzellenten Bläser gefunden, der vor allem als Flötist weltweit seinesgleichen sucht: Auch als Arrangeur versteht er sich auf die Kunst, Unterhaltung und Anspruch, Populäres mit Jazz-Sensibilität zu vereinen. Geschmack- und stilvoll, frei von Kitsch und musikfolkloristischem Tand. Lindgren erweist sich obendrein als Idealbesetzung, als er erklärtermaßen zwei große Lieben hat – Jazz und brasilianische Musik, was er z.B. mit dem Titel So danço Samba par excellence beweist.

„Es ist immer etwas Besonderes zwei musikalische Stile in einem Lied zu vereinen. Brasilianische Musik und der Jazz haben trotz aller Unterschiede auch vieles gemein. So haben wir beschlossen, meiner Version von „So danço Samba“ diesen speziellen Mix zu geben.“, kommentiert die Sängerin.

 

Auch als Komponist von My Copaflat ,The Samba in Me und The World is Calling zeichnet Lindgren auf dem Album verantwortlich. „Magnus Lindgren’s Passion für Brasilien hat mich ebenso beeindruckt wie beeinflusst bei der Gestaltung des Albums. Zu jedem der Stücke gäbe es eine eigene Geschichte zu erzählen – doch gerade „The World is Calling“ ist mir aus mancherlei Gründen besonders wichtig.“, so Sylvia, und weiter: „Dieses wunderbare Lied von Magnus haben wir zuerst in Portugiesisch aufgenommen, doch dann bat er mich, meine eigenen Lyrics dazu zu schreiben. Zuerst hat sich irgendetwas in mir dagegen gesträubt, passten Ursprungstext und Musik doch zusammen wie „Hand und Handschuh“. Auf der Suche nach Inspiration habe ich viele Stunden in meinem Garten, in der Natur zugebracht, den Vögeln gelauscht, in den unendlichen Himmel geschaut und Zwiesprache mit den Bäumen gehalten… Und plötzlich erscheint vor meinem inneren Auge ausgerechnet Einstein – mit dem Gedanken, dass wir so jemanden heute bräuchten, das Chaos der Welt zu sortieren und zu schlichten. Wieder zuhause flossen mir die Worte mit Leichtigkeit aus der Feder. Als ich von der fertigen Arbeit hochschaute, ging mein Blick zum Fernsehschirm, der wohl schon die ganze Zeit lief – dort füllte ein Portrait von Einstein den gesamten Bildschirm aus…! Unerklärbar – und ein magischer Moment!“

 

The World is Calling ist ein Song, der thematisiert, dass der gesamte Planet aus den Fugen zu geraten scheint. Wie kaum ein anderes Stück verbindet er die Ernsthaftigkeit und Tiefe des Wortes mit der Leichtigkeit und Beschwingtheit der brasilianischen Musik und zeigt dann auch mit welcher Raffinesse die musikalische Vermählung brasilianischer Rhythmik, jazziger Anklänge und lyrischer Ernsthaftigkeit auf höchstem Niveau gelingen kann.

 

Viele von uns träumen davon, einmal nach Brasilien zu reisen. Daheim eine Caipirinha zu genießen, bringt uns da nicht sehr viel weiter. Sylvia Vrethammar alias The Girl from Uddevalla indes schafft es, uns bis ans Ziel dieser Träume mitzunehmen. In ein Land, das lange Zeit allenfalls einmal im Jahr weltweit in den Medien auftauchte (mit dem Karneval in Rio), jedoch in den letzten Jahren dank der Fußball-WM und der Olympischen Spiele ins Zentrum einer globalen Öffentlichkeit geriet, uns die Lebensfreude näher brachte, aber auch mit den Problemen des Landes konfrontierte – Wirtschaftskrise, Korruption, Armut, Kriminalität, Umweltsünden.
Musik verbessert die Welt – diesem Glauben geben wir uns nur allzu gern hin, er ist aber ein Trugschluss. Doch Musik kann dazu beitragen, dass wir uns öffnen und das zelebrieren, was nicht trotz, sondern gerade angesichts aller Probleme so wichtig ist: Lebensfreude.

 

Sylvia Vrethammar liefert mit The Girl From Uddevalla den allerschönsten Beweis!