Monika Schumacher

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Florian Weiss‘ Woodoism * Refugium

VÖ 27.09.2019 * Neuklang / In-Akustik
 
Florian Weiss * komposition, posaune
Linus Amstad * altsaxofon
Valentin v. Fischer * kontrabass
Philipp Leibundgut * schlagzeug, glockenspiel
 
Live-Termine:
04.08. Mailand (IT) * 20.09. Olten (CH) * 27.09. La Chaux-de-Fonds (CH) * 05.10. Zürich (CH) * DEUTSCHLAND: 14.10. Abensberg (Jazzclub) * 15.10. Nürnberg (Tante Betty) * 16.10. Berlin (Kunstfabrik Schlot) * 17.10. Berlin (Mirage) * 18.10. Berlin (Peppi Guggenheim) * 19.10. Heidelberg (Jazzclub) * 21.10. Weimar (C.Keller) * 22.10. Freiburg (Jazz ohne Stress) *
23.10. Ludwigsburg (Die Fetzerei) * 24.10. Kassel (Kulturzentrum Schlachthof) * 27.10. Biel (CH) * 06.-17.11. Russland-Tour * 06.12. Bern (CH)
 
„Woodoism praktizieren einen Kammerjazz, der gleichzeitig filigran und kraftvoll ist. (…) Der junge Posaunist und seine Partner bauen subtilen Polyfonien, und handkehrum lassen sie es krachen (…) mit viel Witz, Temperament, ja Übermut. (…) Musik, die gleichzeitig anspruchsvoll und vergnüglich ist. Vor Zeiten war das einmal ein Charakteristikum von Jazz überhaupt.“ (Peter Rüedi, Weltwoche)
 
„Florian Weiss’ Woodoism gewinnt ZKB Jazzpreis 2018. Die Band überzeugte die internationale Jury mit starker Bühnenpräsenz, musikalischer Dramaturgie und phantasievollen Kompositionen.(…)“ (NZZ)
 
„(…) Das Quartett Woodoism bewies eindrücklich die hohe Qualität und Originalität des jungen Schweizer Jazzschaffens.“ (Frank v. Niederhäusern, Jazz‚n’More)
 
Seit fünf Jahren gibt es dieses junge Schweizer Quartett um Florian Weiss, das landauf, landab die Fachpresse, wie eine stetig wachsende Fangemeinde begeistert – im Frühjahr 2014 gründete der Komponist und Posaunist mit Linus Amstad (Alt-Sax), Philipp Leibundgut (Schlagzeug, Glockenspiel) und Valentin v. Fischer (Bass), damals allesamt Studenten an der Hochschule der Künste Bern, die Band Woodoism. Bereits im Juni 2015 wird sie mit der Wahl in die „DKSJ-Best of Swiss-Jazz-Bachelors“-Konzertreihe aufgenommen, 2017 erscheint das vielgelobte Debütalbum Woodoism im Eigenvertrieb, 2018 gewinnt das Quartett den „ZKB Jazzpreis“ und obenauf den Publikumspreis. Daneben touren sie durch die Schweiz, Österreich, Deutschland, Ungarn und die Slowakei.
Mit Refugium legt Florian Weiss’ Woodoism nun ihr zweites Album vor, das sie in den legendären Bauer Studios in Ludwigsburg aufgenommen haben, nun auf deren Label Neuklang veröffentlichen und ab September im Rahmen einer Tour präsentieren!
 
Der Bandname: eine durchaus gewollte Doppelassoziation von Voodoo und Wood = Holz, für den warmen und gleichermaßen vielschichtigen Klang. Die Besetzung: mit der nur zweiköpfigen Rhythmusgruppe plus zwei Bläsern so ungewöhnlich wie reizvoll für ein Jazzquartett.
 
„Als Posaunist schätze ich die Abwesenheit eines Harmonieinstruments sehr, da so die klanglichen und lyrischen Möglichkeiten des Instruments besser zum Tragen kommen. In größeren Bands sind zum Beispiel Multiphonics, also das gleichzeitige Spielen eines Tons und das Hineinsingen eines anderen schwierig einzusetzen (hier zu hören in „Schichtende“, „Heavy Cats“ und „Danse Amoureuse“), da sie leicht im Gesamtklang untergehen“, so Weiss’ Statement in diesem Zusammenhang, und weiter zum Album:
„Refugium ist auch der Titel eines der Stücke auf der CD, die mir besonders am Herzen liegen. Gewidmet ist er einem imaginären Ort, an dem man sich sicher und geborgen fühlt. An dem Zeit Verpflichtungen, Probleme, Stress und Alltag keine Rolle spielen. Das Album heißt Refugium, weil diese Band in gewisser Weise mein musikalisches Refugium ist. Hier bringe ich meine Stücke mit, hier feilen wir gemeinsam an unseren musikalischen Ideen und an deren Umsetzung. In den fünf Jahren Bandgeschichte sind wir zu richtig guten Freunden geworden und es ist schön zu spüren, dass, obwohl ich (fast) die ganzen kompositorischen und organisatorischen Aufgaben übernehme, alle am gleichen Strang ziehen und ein starkes Commitment der Band gegenüber erkennen lassen.“
Generell spielen die Stories hinter den Stücken eine gewichtige Rolle für Weiss und seine Mitmusiker. Sie dienen der Inspiration, sozusagen als kompositorisches „Kick-Off“ der Stücke, ohne jedoch die Assoziationen der Stories lediglich zu illustrieren. Vielmehr spüren sie in einer Art musikalischen Konsistenz den Assoziationen zu den Titelnamen nach.
So ist „Freerunning“ inspiriert durch eine wiederkehrende Traumsequenz, in der Weiss mühelos über Hausdächer springt. Tatsächlich existiert dieser Sport auch als Parcouring oder eben Freerunning in der realen Welt…
„Skrupel“ widmet sich eben diesem Gefühl, welches ein Kind mit ausgeprägtem Sinn für schlechtes Gewissen beschleicht, bevor es mit Freunden ausgeht, die gerne ab und an Dingen am Rande der Legalität unternehmen…
„iStop oder die Zeitanhaltuhr“ ist quasi die Essenz einer Debatte um die beste Superkraft: in Weiss’ Augen das Anhalten der Zeit…
„Lampenfieber“ ist die Antwort auf die Frage, die einem Musiker oft gestellt wird: Was machst du, wenn du nervös bist, bevor du auf die Bühne gehst?…
„Schichtende“ – Florian Weiss arbeitete eine Weile als Nachtrezeptionist in einem Hotel. Und beschreibt das Gefühl, wenn die Sonne aufgeht und die Schicht dem Ende zu…