Monika Schumacher

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Afenginn * Klingra

VÖ 11.10.2019 * tutl / Cargo
 
Kim Rafael Nyberg * composition, arrangement
Dánjal á Neystabø * lyrics, piano, vocals on 3
Teitur Lassen * piano, vocals on 3
Olavúr Jákupsson * vocals
Mikael Blak * synthbass, bassguitar
Niels Skovmand * violin
Jakob Johansen * trombone
Maggie Björklund * pedal steel guitar
Knut Finsrud * drums, percussion
Ulrik Brohuus * drums, percussion
Danish String Quartet * strings
 
“Die Band hat sich Schritt für Schritt zu einer der herausragenden Größen in der modernen nordischen Musik entwickelt.” (fRoots)
 
Afenginn, der Name der Band, ist ein aus dem Altnordischen entlehnter Begriff, der soviel wie “Rausch” aber auch “Kraft und Stärke” meint. Dahinter verbirgt sich der renommierte dänische Komponist und Musiker Kim Rafael Nyberg, einer der führenden neo-folk, post-klassischen Stimmen Skandinaviens und in seinem Heimatland ausgezeichnet als “Composer of the Year” (2014, 2016), “Album of the Year” (2005, 2010, 2016) und “Best Live Act” (2016) der Danish Music Awards.
Auf internationalem Parkett war er bereits zu Gast auf zahlreichen Festivalbühnen (darunter das Roskilde Festival, Copenhagen Jazz Festival, Transform Festival und Oslo World Musik Festival in Norwegen, Different Sounds in Polen und La Mare de Musica in Spanien) und Konzertsälen in ganz Europa, tourte in Australien und den U.S.A.
 
Dabei hebt sich jedes von Nyberg’s Werken beziehungsweise Konzeptalben, deutlich von dem jeweils vorangehenden ab – seine außerordentlich anspruchsvoll instrumentierten Kompositionen scheinen geradezu launenhaft kreativen Impulsen zu folgen.
Auf seinem neuen Album Klingra (Färöisch: Kreis) widmet Nyberg sich unter Anwendung post-klassischer Stilmittel einer so sanften wie leidenschaftlichen Erforschung der Wesensart musikalisch miteinader verschlungenen Zyklen.
Sowohl die Musik als auch die Texte in färöischer Sprache folgen diesen ineinandergreifenden zyklischen Mustern.
Wie im Räderwerk einer Uhr überkreuzen sich die Themen und bilden an diesen musikalischen Kreuzpunkten mal Dissonanzen, mal Konsonanzen – und lösen eine zutiefst kontemplative emotionale Hörerfahrung aus: von zarter Melancholie durchsetzt
scheint der Blick stets in die Weite, in die Freiheit gerichtet. Durchaus vergleichbar sind hier Werke von Hauschka, Goldmund, John Greenwood und Dustin O’Halloran.
 
“Klingra ist eines meiner filigraneren und nachdenklicheren Werke, das ein ganzes Stück weit in den neoklassischen Bereich hinein greift. Meine Arbeit mit dem übergeordneten Thema “Kreise und Zyklen” erstreckt sich sowohl auf den rein musikalisch-kompositorischen Bereich, als auch auf den poetischen und den Inhalt der Texte.”, so Nyberg.
 
Nyberg bedient sich einer beeindruckenden Klangpalette aus zwei Klavieren (der bekannte färöische Singer-Songwriter Teitur Lassen und Dánjal á Neystabø, der auch für die Lyrics verantwortlich zeichnet), einem Streichquartett (The Danish String Quartet), einer Pedal Steel Gitarre (Maggie Björklund), einem Synth-Bass (Mikael Blak), zwei Schlagzeugern (Knut Finsrud aus Norwegen und Ulrik Brohuus aus Dänemark), partiell ergänzt durch Violine (Niels Skovmand) und Posaune (Jakob Johansen) die den eindringlichen Gesang in Färöisch von Ólavur Jákupsson (bekannt auch als Interpret von Yann Tiersen Werken) unterstützen.
Nyberg’s Musik fasziniert mit ihrem mathematischen Aufbau der Strukturen und berührt zugleich zutiefst auf emotionaler Ebene. Die acht Stücke Klingras umschlingen geradezu einander, Ostinatos unterschiedlicher Länge schichten sich in feinen Lagen aufeinander – und vermitteln den Hörern ein Gefühl subtiler Dringlichkeit, eines machtvollen Vorwärtsgetriebenwerdens. Eine Art typisch nordische Melancholie schwingt als leiser Grundton bei allen Stücken des Albums untergründig mit.
In all seinen Arbeiten bedient sich Nyberg minimalistischer Muster, ähnlich der Techniken von Philip Glass und Arvo Pärt, die in ihrer Strenge und Fragilität eine Art musikalischen Gezeitenpuls suggerieren; einen krassen Gegensatz dazu bilden epische Postrock-Einsprengsel, die diese Strukturen sinnlich aufbrechen.
 
Die Vinyl-Edition wartet mit einer Besonderheit auf: zwei unterschiedliche Einleitungen sind auf der A-Seite in parallele Rillen gepresst und bieten dem Hörer zwei unterschiedliche Hörerlebnisse – je nachdem, wo die Nadel zu Beginn auf die Scheibe trifft. Die B-Seite endet mit einem geschlossenen Loop, der an den musikalischen Anfang des Albums zurückbringt – ein geschlossener Kreis: Klingra